Der ETF-Sparplan gilt als einer der smartest Wege, um langfristig Vermögen aufzubauen. Doch was steckt hinter dieser Anlagestrategie, und warum schwören so viele Experten darauf?
Was ist ein ETF-Sparplan?
Ein ETF-Sparplan ermöglicht es, regelmäßig Anteile an Exchange Traded Funds (ETFs) zu kaufen. Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds bildet ein ETF einen Index wie den DAX, MSCI World oder S&P 500 passiv nach. Das bedeutet: niedrigere Kosten, breitere Streuung, transparente Zusammensetzung.
Die Vorteile im Überblick
Gebühren: Während klassische Aktienfonds oft 1,5 bis 2 Prozent Jahresgebühr verlangen, liegen die Kosten bei ETFs häufig unter 0,3 Prozent. Über 20 oder 30 Jahre macht das einen enormen Unterschied.
Diversifikation: Mit einem einzigen ETF auf den MSCI World investieren Sie automatisch in über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Kein Einzelaktie-Risiko, keine nervöse Beobachtung des Marktes.
Flexibilität: Die meisten Broker bieten Sparpläne ab 25 Euro monatlich an. Sie können jederzeit pausieren, die Summe anpassen oder den Plan auf einen anderen ETF umstellen.
Die richtige Strategie finden
Für die Altersvorsorge eignet sich ein weltweit gestreuter Aktien-ETF mit einem Anlagehorizont von mindestens 15 bis 20 Jahren. Wer kurzfristiger denkt, sollte einen höheren Anleihenanteil einplanen oder den Aktienanteil reduzieren.
Empfohlene ETFs für Einsteiger
1. MSCI World ETF (weltweite Streuung, niedrige Kosten)
2. MSCI Emerging Markets ETF (Zugang zu Wachstumsmärkten)
3. FTSE All-World ETF (noch breiter als MSCI World allein)
Wichtig: Starten Sie früh. Schon 100 Euro monatlich können bei einer Rendite von 7 Prozent nach 30 Jahren über 120.000 Euro ergeben. Der Zinseszinseffekt arbeitet für Sie — aber nur, wenn Sie ihm Zeit geben.
